Pressekonferenz in Moosinning mit Bekanntgabe des Logos

Im November hat der Landkreis diesbezüglich einen Logowettbewerb ausgerufen. Teilgenommen haben daran 13 Bewerber mit mehr als 30 Entwürfen.  Zunächst hatte der Ausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt in seiner Sitzung im November eine Vorauswahl von 11 Logos (von 8 Agenturen) getroffen und kurze Zeit später wurde durch eine Expertenrunde bestehend aus knapp 30 Vertretern der Landwirtschaft, der im Landkreis ansässigen Gewerbevereine, des Tourismus, des Bauernmarktes, der Industrie, dem Handel und Handwerk und den Vorsitzenden der jeweiligen Fraktionen das Gewinnerlogo ermittelt. Das Logo besticht durch seine sehr gut gelungene Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Wie die regionale Marke, die eben die Heimatverbundenheit mit modernen und zeitgerechten Aspekten verbindet, schlägt das Logo diese Brücke. Die darin gewählten Farben, die die Farben des Landkreislogos widerspiegeln und die modernen Piktogramme schaffen ein einzigartiges und kreatives Momentum für die regionale Marke. Die Künstlerin stammt aus dem Landkreis, um genau zu sein, aus Isen. Sie ist seit 2015 als selbständige Designerin und Innenarchitektin tätig. Zusätzlich ist sie als Assistentin am Lehrstuhl für Produktdesign an der Akademie der Bildenden Künste München für die Professoren Greutmann-Bolzern und Greutmann tätig. Zahlreiche Auszeichnungen kann sie bereits für sich verbuchen. Dazu gehören z.B.

  • German Design Award 2017, Gold Winner
  • Red Dot Award, Design Concept, Best of the Best
  • Red Dot Award, Design Concept, Winner
  • Talente Prize 2016
  • A&W Designtalente Award 2015, Annual Winner
  • Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner, Anerkennung
  • Oberbayerischer Förderpreis für Angewandte Kunst, 3. Platz

Frau Carina Deuschl wird im Anschluss eine kurze Präsentation halten. Ich begrüße sie hiermit herzlich und freue mich sie heute und am Freitag dabei zu haben.


Sehr geehrte Damen und Herren,
Mit der Einführung einer regionalen Marke ergeben sich Vorteile aus unterschiedlichen Sichtweisen. Diese sind z.B.: 

für den Verbraucher

  • Bewusstseinsschaffung für regionale Besonderheiten
  • Bewusstes Verwenden einer eigenen regionalen Marke
  • Heimatverbundenheit, Tradition
  • Bestätigung, Loyalität und Unterstützung durch Landkreisbewohner
  • Stärkung der lokalen Produkte und Dienstleistungen

für den Hersteller/Produzenten/Lieferanten etc.

  • Stärken des Absatzes regionaler Produkte
  • Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten

für den Landkreis

  • Regionalmarketing 
  • Stärkung des Landkreises gegenüber anderen Landkreises
  • Schaffung einer eigenen regionalen Identität und eines Wir-Gefühls vom Kleinerzeuger, Gemeinden, Bürger, Vereine bis hin zum Großbauern)

Was wird vermarktet?
Vermarktet werden sollen dabei Produkte, wie z.B.:

  • Obst/Gemüse
  • Geflügel/Eier
  • Fleisch-/Wurstwaren
  • Milchprodukte
  • Backwaren
  • Bier
  • Säfte, etc.

Der Fokus soll dabei nicht nur ausschließlich auf regionale Produkte und Lebensmittel liegen, sondern auch die Bereiche Dienstleistungen, Handwerk, Industrie und Versorgung, Entsorgung darstellen. Im Bereich der Dienstleistungen kann Hotellerie und Gastgewerbe aufgeführt werden, aber auch Dienstleistungen aus der Landwirtschaft (z.B. Grillkurse) sind angedacht. Die Versorgung umfasst Strom, Wasser, Müll, Klinik, etc. Auch hier kann Regionalität ein bedeutender Faktor sein. 

Wieso wird vermarktet?

Bio-Produkte haben im Gegensatz zu regionalen Produkte meist einen optischen Wiedererkennungswert. Sie sind meist zertifiziert und man verbindet als Verbraucher ein Siegel bzw. ein Logo mit dem Produkt. Bei Produkten regionaler Herkunft wird dies anders gehandhabt. 

Zwar ist regional auch in den Supermärkten anzutreffen, das Thema ist jedoch derzeit noch diffus oder wird inflationär gehandelt. Es gibt keine einheitliche Handhabung des Begriffs, da für den Verbraucher der Begriff der Regionalität weitgefasst sein kann. Daher verfügen wir noch nicht über ein zertifiziertes Logo und es besteht daher die Notwendigkeit, ein solches für den Landkreis zu etablieren. 

Regionaler Bezug:
 „Regional“ trifft den Zeitgeist und die Bedürfnisse der Verbraucher – auch im Hinblick auf die aktuelle CO2-Diskussion. Produkte aus der Region gewährleisten ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und vermitteln einen emotionalen Nutzen. Wir wollen zeigen, dass die Konsumenten bei uns ein Produkt erwarten dürfen, das sie mit gutem Gewissen verzehren und in jedweder Form weiterempfehlen können. Wir können mit kurzen Transportwegen, Transparenz bei Aufzucht und Produktion und fairen Preisen, sowohl für die Konsumenten als auch für die Produzenten aufwarten. Darüber hinaus kämpfen wir für den Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die dem Wert der Natur, des Tieres und damit der Demut vor dem Geschöpf einen besonders hohen Stellenwert zuerkennt. 

Das alles ist, aus meiner Sicht, sehr wichtig zu wissen, um als Verbraucher eine Kaufentscheidung treffen zu können. Umso mehr brauchen wir eine regionale Marke, mit der alle diese Aspekte auf einen Blick zu erkennen sind.